Interview mit einem Produktfotograf: Worauf muss man achten?

Produktfoto eines LKW Scheinwerfers mit Lichtreflexionen aufgenommen im Studio.

So sollte ein professionelles Produktbild aussehen - Die Konkurrenz wird vor Neid erblassen

Einleitung zur Produktfotografie

Wer sich mit Produktfotografie beschäftigt, arbeitet meist mit Hersteller und Händler eng zusammen. Diese benötigen professionelle Aufnahmen für Shops aber auch Kataloge, Broschüren und weiteren Printmedien. Der Prozess eines fertigen Produktfotos ist in mehreren Schritten unterteilt. Zu guter letzt folgen Freisteller (dazu später mehr). Der richtige Umgang mit einer professionellen Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop ist von Vorteil und bietet neben wichtigen Werkzeugen auch ideale Bild-Einstellungsmöglichkeiten. Arbeiten mit mehreren Ebenen erfordert fortgeschrittene Kenntnisse auf diesem Bereich. Retuschen und Montagen sind keine Seltenheit bei fototavi. Hinzu kommt die professionelle Foto-Ausrüstung eines Produktfotografen.

Die Vorbereitung und Planung

Bevor man blind mit der Produktfotografie startet sollte man sich folgendes überlegen:

Der Set-Aufbau für Produktfotografie

Folgende Ausrüstung benötigen Sie für den Set-Aufbau:

Erster Schritt: Suchen Sie den besten Platz um das Set aufzubauen und stellen Sie den Arbeitstisch auf.
Zweiter Schritt: Bauen Sie eine Hohlkelle aus dem Hintegrund und Befestigen Sie das Papier gut am Tisch, damit nichts verrutschen kann.
Dritter Schritt: Was möchten Sie belichten? Stellen Sie die Blitze intelligent auf: idealerweise einen links und einen rechts von der Kamera, sodass sich Ihr Produkt in der Mitte befindet. Tipp: Belichten Sie den Artikel komplett. Das geht wie folgt: mit einem Blitz sollte man die Vorderseite des Produkts ausleuchten, mit dem zweiten sollte man das Produkt leicht schräg von oben belichten. Dadurch verringert sich die Schattenbildung und das Produkt ist ausreichend mit Licht versorgt, wichtig für Kontrast und Textur.

So entstehen Produktfotos

Wenn das Set aufgebaut ist kann es schon los gehen. Befestigen Sie die Kamera an einem Stativ (so bleibt die Perspektive gleich) und stellen Sie den besten ISO-Wert ein (z.B. ISO 100) ein. Wenn möglich, die Kamera auf RAW stellen (hilft nachher bei der Bildbearbeitung). Nehmen Sie ein Artikel und stellen Sie die Power der Blitzgeräte ein. Je nach Größe und Farbe des Artikels, benötigt man, mal mehr mal weniger Blitzleistung. Entscheiden Sie sich für eine Perspektive und das Fotoshooting kann beginnen. Tipp: Streichen Sie bereits fotografierte Produkte von der Liste. So haben Sie immer die Anzahl von Soll und Ist im Blickwinkel.

Die Bildbearbeitung der Produktfotos

Die Produktfotos in raw liegen nun vor. Mit einem Katalogisierungsprogramm, wie Lightroom, verschafft man sich Überblick und kann seine Favoriten markieren. Nach einer zweiten Prüfung ist die Auswahl der Bilder geschafft. Es folgt das Korrigieren des Bildausschnitts sowie Farbkorrekturen, bevor die Produktfotos in Photoshop zur Retusche wandern.

So sieht ein professioneller Freisteller aus mit blauem Verlauf inkl. allen Arbeitsschritten. Natürlich ist das hier ein einfaches Beispiel

Vom Produktfoto zum Freisteller auf den gewünschten Hintergrund - für technische Kataloge eignet sich ein schönes blau

Bildbearbeitung in Photoshop

Beim retuschieren werden Kratzer aber auch Materialfehler mit dem Stempel-Werkzeug enfernt. Legen Sie hier am besten eine zweite Ebene an. Tipp: Wählen Sie Selektive Farbkorrektur an und gleichen Sie den Cyan Wert in weiß und grau an (sorgt für den richtigen Weißabgleich und für die gewünschte Farbtemperatur). Je nach Verwendung schärft man am Ende die Produktfotos für Druck oder Web und speichert das Bild in der gewünschten Größe ab.

Freisteller mit dem Pfadwerkzeug

Werden Freisteller benötigt? Je nach Produkt dauert die Arbeit an einem Freisteller bis zu einer halben Stunde. Um präzise zu arbeiten, benutzt man das Pfadwerkzeug statt dem üblichen Zauberstab. Dabei setzt man am Produktrand (Umfang) einen (Weg)Punkt nach dem anderen. Tipp: um genaue Freisteller zu erreichen, sollte man in der 300% Ansicht (Zoom) arbeiten. Dabei sind die Farbunterschiede besser sichtbar.

Wichtige Tipps und Regeln für Produktfotografie

Sie sehen also, wieviel Arbeit in einem Produktfoto steckt. Hier noch ein paar nützliche Tipps für erfolgreiche Produktfotos.

Ihr Fotograf in Köln, Bonn, Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Produktfotografie.

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